Letzte Bearbeitung: 1. August 2020 © MEC Bergheim (Erft) e. V.
Die Bahn im Spitzboden Friedhelm Pfeiffer
Der einzig mögliche Platz für eine HO-Modelleisenbahnanlage war der Spitzboden meines Reihenhauses. Mit einer Zugtreppe erreichbar befindet man sich heute mitten in der Anlage, der Speicher ist rundherum befahrbar. Das Motiv Als Kind hatte ich eine Märklin – Eisenbahn, an der ich als Jugendlicher das Interesse verlor und alles verkaufte. Als ich dann in der Logistik eines Chemieunternehmens arbeitete, hatte ich beruflich mit der „großen“ Bahn (DB) zu tun. Von der DB und von Kesselwagen-Vermietgesellschaften bekam ich dann schon mal einen Waggon geschenkt, was das Modelleisenbahnfieber neu entfachte. Im ersten Bauabschnitt entstand in L-Form eine zweigleisige Hauptstrecke, die in weiten Teilen im verdeckten hinteren Bereich verläuft, damit habe ich den langweiligen Rundkurs abwechslungsreicher gestaltet. Vom Hauptbahnhof (Baden Baden) in der Stadt zweigt eine eingleisige Nebenstrecke ab, die über eine Brücke und einen Viadukt wieder zurück in den Bahnhof führt. Im unteren Bereich des „L“ gibt es einen Abzweig und ein paar Abstellgleise, um einen Rangierbetrieb mit Güterwagen zu ermöglichen. Hier stand sogar mal eine kleine Chemiefabrik. Das Ganze war mir zu überfrachtet und ich habe es später zu Gunsten eines Bauernhofes wieder zurück gebaut. Im zweiten Bauabschnitt habe ich zwei Ideen verwirklicht. Die eine war, eine lange sichtbare Strecke um den ganzen Speicher außen herum zu bauen (Streckenlänge ca. 14 m). Hierzu habe ich die Nebenstrecke „aufgeschnitten“ und eine zweite zum Teil als zweigleisig erscheinende Strecke gebaut. Die zweite Idee war, ein großes Betriebswerk (Bw) mit 9-ständigem Lokschuppen, Drehscheibe, großer Bekohlungsanlage und weiteren Bw-Aktivitäten zu realisieren. Außerdem brauchte ich noch einige Abstellgleise für die wachsende Waggonflotte. Die bis hierher beschriebene Anlage entstand von 1983 bis 1993. Natürlich ist alles noch analog mit Roco-Gleismaterial und dem Roco-Stellwerk MCS 120, das 32 Weichen über eine Ringleitung bedient. Die gesamte Schienenlänge beträgt ca. 100 m, 10 Flügelsignale sind an wichtigen Stellen nachträglich eingebaut worden. Mit 4 Trafos werden 4 Stromkreise gesteuert. Im Bw kann separat in einem fünften Stromkreis rangiert werden. Fotos der Modelleisenbahn von Friedhelm Pfeiffer In einem dritten Bauabschnitt habe ich in der letzten freien Ecke des beengten Speichers einen zweistöckigen jeweils dreigleisigen unterirdischen Schattenbahnhof errichtet. Obendrauf sollte alles überbaut werden, aber so, dass der untere Teil noch irgendwie zugänglich bleibt. Ehrlich gesagt, bin ich hier „steckengeblieben“ und habe meine Bau- und Gestaltungsaktivitäten jetzt voll auf den MEC Bergheim gerichtet.