Letzte Bearbeitung: 20. Oktober 2020 © MEC Bergheim (Erft) e. V.
Die neue Modulanlage
Warum eine neue Modulanlage? Wie überall, wo etwas gebaut wird, freuen sich die Erbauer, wenn sie ihre Ergebnisse einem interessierten Publikum präsentieren können. Dies geschah bisher mit der Reisanlage, die aber einige nicht unerhebliche Nachteile hat. eine Präsentation ist wegen der starren Bauform nicht überall aus Platzgründen möglich Einladungen befreundeter Clubs mussten schon öfter abgesagt werden es wird – bis auf die eingesetzten Fahrzeuge – immer die gleiche Anlage gezeigt zum Auf- und Abbau müssen grundsätzlich alle Clubmitglieder anwesend sein, Terminschwierigkeiten sind garantiert aus logistischen Gründen ist ein Transport mittels Hänger oder Klein-Lkw erforderlich die einzelnen Elemente haben ein hohes Eigengewicht So kam gegen Ende 2019 die Idee auf, eine neue Anlage in kleinen Einheiten zu bauen, die leicht und einfach zu handhaben ist. Die neue Anlage sollte losgelöst vom Club (wir machen selber was und wollen es zeigen) im Eigentum der jeweiligen Erbauer entstehen, wobei der Kreativität (fast) keine Grenzen gesetzt sind. Fotos der neuen Modulanlage Folgende Punkte sind zu berücksichtigen: kurzfristige Realisierbarkeit durch Bau zu Hause variable Aufstellmöglichkeiten nach den örtlichen Gegebenheiten wechselnde Form der Präsentation schneller und einfacher Auf- und Abbau Auf- und Abbau mit nur wenigen Personen Bedienung auch mit wenigen Personen möglich keine aufwändigen Transportprobleme (Transport im eigenen Pkw). jederzeit erweiterbar Kostenumfang nach eigenen Ausstattungswünschen Nur eine Modulanlage kann die geforderten Bedingungen erfüllen und steht unter dem Motto „Minimaler Aufwand - Maximaler Fahrspaß“ Als Konzept wurde festgelegt: eingleisige Nebenbahn im ländlichen Charakter in Regelspur Baugröße H0 viele kleine Bahnhöfe und Betriebsstellen (Zugbildung, Rangieren) Punkt zu Punkt Verkehr maximale Zuglänge 80 cm Möglichkeit der Themenbereichserweiterung (z. B. Schmalspur, U.S. Waldbahn, Steinbruch, Hafen) kein Oberleitungsverkehr Streckenverzweigung Module, die frei kombinierbar sind jedes Modul steht auf eigenen Beinen keine zentralen Stellpulte einfache geimeinschaftliche elektrische Ausstattung Fahrbetrieb nach DCC Standard und drahtlose Zugsteuerung mit mobilen Handreglern Da die Modulanlage ohne einheitliche Vorgaben durch den Bau in vielen Hobbykellern schwerlich funktionieren würde, wurde ein Pflichtenheft mit den zu beachtenden Rahmenbedingungen erstellt. PDF der Rahmenbedingungen Ein Video der ersten Fahrt im neuen Bahnhof. Die Modulbauer haben sich für die Modulbausätze der Fa. rbs-modellbau , Kempen entschieden. Durch die verbauten Zentrierungen in den Kopfplatten mit Zapfen und Buchse fügen sich die Module passgenau aneinander, das nervige Ausrichten der Gleisübergänge entfällt. Derzeit (Stand Mai 2020) sind 27 Modulbausätze verteilt auf neun Beteiligte im Rohbau fertiggestellt. Die nächsten Schritte betreffen Gleisbau und Elektrik. In der anschließenden Geländegestaltung kann sich jeder individuell ausprobieren. Neben Streckenmodulen entstehen vier Bahnhöfe und jeweils ein Themenbereich Steinbruch und Amerikanische Waldbahn. Erster Fahrbetrieb und Stellprobe Am 4. Juli 2020 trafen sich die Modulbauer zu einer ersten erfolgreichen Inbetriebnahme der verfügbaren, betreibsfähigen Module. Im Vorraum unseres Clubheims entstand ein Arrangement aus insgesamt 19 Einheiten, das sich dem vergügbaren Platz wie dafür genacht einfügte:: Zwei Bahnhöfen einer Schiebebühne mit Kassettenmodul einem Abzweigmodul vier geraden Streckenmodulen sechs Bogenmodulen Die Spannung war groß und die Erwartungen wurden erfüllt. Auf- und Abbau waren trotz der beengten räumlichen Verhältnisse in jeweils rekordverdächtigen 45 Minuten abgeschlossen, die Elektrik funktionierte auf Anhieb und ohne einen gefürchteten Kurzschluss. Das Konzept stimmt! Fotos Erster Fahrbetrieb der neuen Modulanlage Und in Zukunft? Nach Fertigstellung der bisher in Arbeit genommenen Module werden wir Erfahrungen bei auswärtigen Präsentationen sammeln und auswerten. Hier wird sich zeigen, an welchen Modultypen noch Bedarf besteht.